»Verhalten: auffällig. Struwwelpeter Leipzig-Ost«

September 2016, August-Bebel-Grundschule Leipzig
IMG_6492
Ein Junge, der am Daumen lutscht, und am Ende mit malträtierten Händen dasteht, eine zündelnde Pauline, von der nichts mehr übrig bleibt als ein Häufchen Asche, oder ein vom Inhalt der Suppenschüssel begrabener Zappelphilipp: Ganz schön brutal geht es zu in Dr. Hoffmanns Struwwelpeter, der dazu dienen sollte, Kindern das sogenannte gute Benehmen näherzubringen.

Der Theaterpädagoge Paul Lederer und ich fragen uns aber: Wie sieht das eigentlich heute mit dem guten Benehmen aus? Was dürfen, sollen und müssen die Kinder von heute – und ganz besonders die aus dem Leipziger Osten rund um die Eisenbahnstraße, ein Viertel, das nun nicht gerade als Aushängeschild für tadelloses Verhalten bekannt ist?
Diesen Fragen gehen wir einem Schuljahr lang nach, und das tun wir nicht irgendwie. Zur Klärung dieser Benimm-Geheimnisse befragen wir ein Jahr lang die Kinder der August-Bebel-Grundschule und untersuchen mit ihnen spielerisch Hoffmanns Geschichten. Und wie wir das tun? Mit selbstgebauten Puppen natürlich! Die irrwitzigen Charaktere aus dem Struwwelpeter laden dazu ein, Figuren zu erfinden und mit denen auf Tischen und Bänken zu tanzen. Unterstützung bekommen wir dafür vom Leipziger Puppentheater Sterntaler, das uns beim Bau und Spiel der Puppen unterstützen wird.

Das Projekt ist eine Kooperation vom Kulturkosmos Leipzig e.V., der August-Bebel-Grundschule und dem Puppentheater Sterntaler. Gefördert wird das Projekt durch Künste öffnen Welten.
Logo

Weitere Projekte